Was passiert ist
Zwischen dem 10. und 12. Juni kauften vier Vorstände und eine Aufsichtsrätin ProCredit-Aktien, alle zum identischen Preis von 7,95 €, außerbörslich, zusammen 17.619 €.
Hintergrund
Der Fall war Anlass, Einheitspreis-Cluster in unserer Auswertung automatisch abzuwerten.
Was dafür spricht
- Niemand hat die Aktien sofort wieder verkauft
Was dagegen spricht
- Ein identischer Preis über drei Handelstage ist am offenen Markt praktisch unmöglich
- Seit August 2025 kaufen ProCredit-Führungskräfte jeden Monat: 57 Käufe à wenige tausend Euro
- Die Beträge sind sehr klein
Was die Daten zeigen Wie wir prüfen →
- Betrag 88.102 € · 0,02 % des Börsenwerts
- Kurslage Gekauft 12 % unter dem 90-Tage-Hoch
- Käufer 5 Insider binnen 125 Tagen, alle zum selben Preis
Alle Insider zahlten denselben Preis. Das deutet auf ein Options- oder Mitarbeiterprogramm statt auf freie Kaufentscheidungen — dieser Befund überstimmt die übrigen Auffälligkeiten.
Nachtrag vom 10.09.2026: Im Juli, August und September folgten die nächsten Monatsrunden: dieselben fünf Organmitglieder, je Runde ein Einheitspreis (8,41 €, 8,15 €, 8,81 €) und jeweils rund 17.600 €. Das Programm läuft wie beschrieben weiter, ein Kaufsignal ist es weiterhin nicht.